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SMB/166/2002 Wirtschaftspresse

Mittelstand im Südwesten: IT-Investitionen müssen sich rechnen

Studie von IBM und Impulse vergleicht kleine und mittlere Unternehmen aus Baden-Württemberg mit Gesamtdeutschland

Stuttgart, 29. Mai 2002 - Mehr als in anderen Bundesländern achten die mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg darauf, dass sich ihr e-business Engagement bezahlt macht. Zu diesem Fazit kommt die gemeinsame Studie "Internet und e-business im Mittelstand" von IBM und dem Unternehmermagazin Impulse, deren Ergebnisse für Baden-Württemberg heute im Rahmen des IBM Pressestammtisches in Stuttgart vorgestellt wurden. So gehen 56 Prozent der Unternehmen davon aus, dass sich ihre Web-Aktivitäten bereits innerhalb eines Jahres rechnen. Bundesweit sind es acht Prozent weniger. Die Studie zeigt zudem, dass die baden-württembergischen Mittelständler "echtes" e-business wie etwa einen Online-Shop, digitale Vernetzung mit Lieferanten oder eine elektronische Lieferkette bisher vorsichtiger einsetzen als der bundesweite Durchschnitt: Im Südwesten sind es 32 Prozent, bundesweit 35 Prozent.

"Grundsätzlich gehen die kleinen und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg optimistisch an e-business heran", sagt Stefan Bürkli, Direktor des IBM Geschäftsbereichs Mittelstand für Deutschland, Österreich und die Schweiz. "Alle befragten Unternehmen sind davon überzeugt, dass sich ihre IT-Investitionen bezahlt machen und 56 Prozent gehen sogar von einer schnellen Profitabilität innerhalb eines Jahres aus." Damit liegen die Unternehmen in Südwestdeutschland immerhin um acht Prozent höher als der Bundesdurchschnitt. Weitere 29 Prozent der befragten Unternehmen erwarten die Amortisierung ihrer e-business Investitionen in einem Zeitraum von zwölf bis 24 Monaten.

Zum vierten Mal seit 1999 haben IBM und das Unternehmermagazin Impulse die Mittelstands-Studie in Auftrag gegeben, für die das Marktfor-schungsinstitut TechConsult bundesweit rund 1000 Unternehmen mit 10 bis 999 Mitarbeitern befragte. Erstmals wurden dabei in diesem Jahr auch regionale Besonderheiten beim e-business Engagement untersucht. Insgesamt beschäftigen in Baden-Württemberg zur Zeit rund 524.000 Unternehmen etwa fünf Millionen Mitarbeiter. Damit befinden sich hier etwa 14 Prozent aller deutschen Firmen und 14 Prozent aller Beschäftigten.

Deutsche Mittelständler setzen auf Homepage und E-Mail
Genutzt wird das Internet von allen Befragten im gesamten Bundesgebiet vor allem für die eigene Firmendarstellung, für Recherche-Zwecke und die Kommunikation mit Geschäftspartnern und Lieferanten via E-Mail. Auch 80 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen setzen auf eigenen Webauftritt und E-Mail und liegen damit etwa im gesamt-deutschen Durchschnitt (84 Prozent). Doch auch weitere Potenziale, die im e-business stecken, werden langsam erkannt. Das zeigt die Zunahme von Online-Shops: 16 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen haben einen eigenen Online-Shop, also die Website mit Bestellmöglichkeit. Damit liegen sie im gesamtdeutschen Durchschnitt. Vor einem Jahr waren es bundesweit noch acht Prozent. Jedoch ist der Anteil des elektronischen Geschäfts am Umsatz noch relativ gering. Zwei Drittel aller befragten Unternehmen machen mit E-Commerce noch nicht einmal fünf Prozent ihres Gesamtumsatzes. Digital vernetzt zum Datenaustausch mit Lieferanten sind 16 Prozent der südwestdeutschen Mittelständler. Bundesweit liegt der Wert bei 19 Prozent. Bis zur elektronischen Lieferkette - zur vollständigen Verzahnung von Geschäftsprozessen sowohl auf Lieferanten- als auch auf Kundenseite - sind bundesweit fünf Prozent, im Südwesten bereits sechs Prozent gelangt.

Mittelstand im Südwesten sieht im e-business Wettbewerbschancen
In Zukunft wollen laut der regionalen Trendauswertung 86 Prozent der südwestdeutschen Mittelständler das Internet aktiv nutzen. Als Haupt-grund für das e-business Engagement werden neue Wettbewerbs-chancen (80 Prozent) angeführt. Dabei erhoffen sich die befragten Unternehmen, dass sie via e-business ihre Kommunikation und ihr Firmenimage verbessern sowie eine höhere Kundenbindung erzielen. Bei der Frage nach den tatsächlich erzielten Erfolgen berichten 54 Prozent der Befragten in dieser Region von kürzeren Lieferzeiten, 46 Prozent von einer Stabilisierung ihres Umsatzes. Auffallend ist, dass sich e-business in Baden-Württemberg auf die Lagerkosten weit positiver ausgewirkt hat als auf den gesamten deutschen Mittelstand.

Die 15 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen, die das Internet gar nicht oder nur für Recherchen und E-Mails nutzen wollen, führen als wichtigsten Grund an, dass das elektronische Geschäft nicht zum Unternehmen und den eigenen Produkten passe (32 Prozent). Wie auch in der gesamtdeutschen Betrachtung ist beim Mittelstand im Südwesten der Kostenfaktor als zweitwichtigster Ablehnungsgrund genannt, fehlende Sicherheitsstandards liegen in der Begründung an dritter Stelle.

Über IBM Small and Medium Business
Seit mehr als 25 Jahren entwickelt IBM Komplettlösungen aus Software, Hardware und Services speziell für kleine und mittlere Unternehmen. Der IBM Geschäftsbereich Mittelstand (IBM Small and Medium Business) arbeitet weltweit mit über 45.000 IBM Business Partnern zusammen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des IBM Geschäftsbereichs Mittelstand unter http://www.ibm.com/de/mittelstand.

IBM Presseinformationen und Fotos stehen Ihnen auch im Internet-Pressroom zur Verfügung unter http://www.ibm.com/de/pressroom.


Weitere Informationen für Journalisten:
IBM Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Geschäftsbereich Mittelstand
Katja Speckner
Telefon: (0711) 785-4071
Telefax: (0711) 785-4119
E-Mail: speckner@de.ibm.com

  Download

 

Ausführliche Fassung der Studie als PDF
(ca. 2,85 MB)

 

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